Nacht der Sinne

Die Psalmen literarisch musikalisch kulinarisch

Unter diesem geheimnisvollen Titel wurde am 10. Februar in die Trinitatiskirche Rosellerheide eingeladen. Der Einladung folgten rund 200 Personen, die sich auf eine ganz neue Art und Weise mit Psalmen beschäftigen wollten. Dadurch bestätigte sich, dass die Psalmen für viele Menschen von großer Bedeutung sind, weil in ihnen das ganze Spektrum des menschlichen Seins mit allen Höhen und Tiefen zur Sprache kommt.

Was den Besucher an diesem Abend erwartete, war eine gelungene Komposition aus gelesenen Texten und Musikbeiträgen. Kantorin Hanna Wolf konnte für die Nacht der Sinne Mitglieder der Konzertvereinigung Düsseldorf und einige Solisten (Altus, Laute, Cembalo, Orgel, Sakraltanz) verpflichten. Besonderer Respekt gebührt den Darbietungen eines eigens installierten Projektchores. Unter der fachlichen Anleitung von Hanna Wolf wurden innerhalb kürzester Probenzeiten verschiedene Werke von Schütz, Händel, Bach und Mendelssohn eingeübt, die die Besucher den Lärm des Alltages haben vergessen lassen.
Neben den bereits erwähnten literarischen und musikalischen Beiträgen war auch eine für unsere Kirche bisher eher untypische Auseinandersetzung mit biblischen Texten zu finden: Die Tänzerin Irmela Boden interpretierte den Psalm 130 mit einem Sakraltanz zur Orgelsonate Aus tiefer Not schrei ich zu Dir. Ein gemeinsames Essen im eigens dafür eingedeckten Gemeindesaal mit ausgewählten Speisen und Getränken war der kulinarische Beitrag, der auf der Hälfte des Abends den Geschmackssinn erfreute.

Es mag die Mischung aus den von verschiedenen Lesern vorgetragenen Texten unterschiedlicher Übersetzungen und Interpretationen der Psalmen und den musikalischen Darbietungen gewesen sein; es mag das Zusammenspiel der Genüsse für die Sinne gewesen sein, die diesen Abend zu einem Erlebnis haben werden lassen.