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  • Stand: 15.12.2002

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    Wozu sind denn die Häuschen da?

    Konfirmanden besuchten katholische Kirche

    Die wichtigsten Dinge haben katholische und evangelische Christen gemeinsam: Den Glauben an den dreieinigen Gott, die Bibel, die hohen kirchlichen Feiertage, die Gottesdienste.
    Kleinere Unterschiede begegneten den Rosellener Konfirmanden beim Besuch der St. Peter Kirche Mitte November. "Der Kirchenraum sieht ja ganz anders aus als unsere Trinitatiskirche", bemerkte Vera. "Die bunten Fenster und Bänke, auf denen man auch knien kann; das haben wir gar nicht." "Wozu sind denn die Häuschen da?", wollte Patrick wissen. Und Alexander interessierte sich für die Schalen am Eingang. "Ist da der Abendmahlswein drin?"

    Diakon Ludger Roos von der katholischen Gemeinde nahm sich viel Zeit, auf alle Fragen einzugehen. "Die Häuschen nennen wir Beichtstühle", erklärte er. "Da können die Gemeindeglieder dem Priester sagen, was sie auf dem Herzen haben." Auch die Bedeutung der Schalen am Eingang klärte sich schnell. Kein Wein, sondern geweihtes Wasser ist darin zu finden. Katholische Christen bekreuzigen sich damit beim Betreten der Kirche und erinnern sich an ihre Taufe. Christian durfte ein richtiges Messdienergewand anprobieren. Die Konfirmanden staunten, dass derzeit 112 Kinder und Jugendliche in der katholischen Gemeinde als Ministranten tätig sind. Noch vieles mehr gab es zu entdecken: die Bilder des Kreuzweges, verschiedene Glocken im Kirchenraum, ein Altar, der nach Weihrauch riecht und dessen Tuch regelmäßig von den Kommunionkindern gestaltet wird.

    Auch bei einem anderen Thema wurden Unterschiede zwischen katholischer und evangelischer Tradition deutlich. Diakon Roos sprach über die Bedeutung des ewigen Lichtes. (Hinweis auf die geweihten Hostien im Tabernakel; Anm. der Redaktion.) Roos erklärte: "Wenn so ein Licht in einer katholischen Kirche leuchtet, dann befindet sich in dem Tabernakel, dem Tresor, über dem Altar das Wichtigste, was wir Christen haben. Was könnte das sein?"
    Die Antwort der Jugendlichen kam schnell und einstimmig: "Die Bibel!"